Über Dinge, die wir ändern können

„Herr, gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Gib mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

oder auch:

„Love it, change it or leave it“

Dinge anzunehmen, die wir nicht verändern können, kann uns sehr schwierig vorkommen. Wir laufen gegen Mauern, regen uns permanent auf und vergeuden unsere Energie mit kopflosen Aktionen, die uns keinen Schritt weiterbringen. Oft ist das einzige Ergebnis negative Gefühle und Frustration an allen Ecken und Enden. Wir sind frustriert, fühlen uns klein und machtlos, fast schon ohnmächtig und ausgeliefert. Die Welt erscheint uns böse und es kommt uns vor, als würde alles gegen uns arbeiten.

Die Akzeptanz dessen, was außerhalb unseres Wirkungskreises liegt, kann uns dabei so viel helfen. Das können kleine Dinge sein. Eine andere Mutter im Pekip-Kurs hat mich mal sehr beeindruckt, als sie total gelassen erzählt hat, dass ihr sechs Monate altes Baby jeden Morgen ab 5 Uhr wach ist und auch sonst wenig schläft. Sie meinte, sie war erst sehr genervt davon, hat sich dann aber entschieden, die Situation anzunehmen wie sie ist und ist dann eben abends immer um 20 Uhr schlafen gegangen. Ich war sehr beeindruckt davon, denn auch mein Baby war zu diesem Zeitpunkt immer schon sehr früh wach. Nur war ich davon überzeugt, dass ich abends noch 1000 andere Dinge erledigen müsste, evtl noch einen Film anschauen mit meinem Mann, nur um dann am nächsten Morgen völlig genervt und übermüdet um 5.30 Uhr geweckt zu werden. Da war natürlich der ganze Tag schon im Eimer. Die andere Mama hat aber den entscheidenden Unterschied gemacht, als sie sich selbst dafür entschieden hat, die Situation so anzunehmen wie sie ist. Erst dadurch wurde der Weg frei für eine zufriedenstellende Lösung. Ohne Akzeptanz der Ist-Situation kann es keine Veränderung geben. Außerdem war es die selbst getroffene Entscheidung, die sie zurück in die Selbstwirksamkeit gebracht hat. Und selbstwirksamkeit ist einer der entscheidenden Faktoren für unser Wohlbefinden und unser Selbstbewusstsein. Wer sich der Situation ausgeliefert fühlt, der kann sich kaum selbstwirksam oder selbstbewusst fühlen.

Der erste Schritt für jeden Veränderungsprozess, für jedes persönliche Wachstum und für jeden Schritt hin zu einem zufriedeneren Leben geht daher über die Annahme und Akzeptanz der Ist-Situation.

Das Gleiche lässt sich auch übertragen auf die Arbeitswelt. Ebenfalls erlebt bzw. kennt vielleicht jeder: Diese eine Kollegin, die sich permanent beschwert, immer am Jammern ist, jedoch jegliche Lösungsvorschläge ignoriert oder schlicht damit Entkräftigt, dass das ja nur bei anderen funktioniert. Ohne es jedoch probiert zu haben. Doch auch hier gilt: Annahme ist der erste Schritt.

Und der zweite Schritt ist: Do the Work.
Veränderung geht nicht ohne eine gewisse Art von Arbeit. Und die muss man selber machen.

Erst wenn wir annehmen, was ist, können wir uns Klarheit darüber verschaffen, was wir ändern können und was wir nicht ändern können. Erst wenn wir unsere Energie dort sparen, wo es keinen Sinn macht (z.B. unseren Partner, unsere Kinder, unseren Chef, unsere Kollegen ändern zu wollen), können wir die Kraft aufbringen, die Dinge zu verändern, die wir ändern können (z.B. Alltagstoutinen, unser eigenes Wohlbefinden, den Arbeitsplatz oder die Arbeitsinhalte).

Merke: Andere Menschen kann man nicht verändern! Sich selbst schon und ggf. auch mal die Situation drumherum!

Und da kommen wir zur Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Auch, wenn das hier jetzt vielleicht so locker flockig klingt… Diesen Unterschied zu erkennen, in jedem Moment, in jeder Situation, das ist schon echt die Königsdisziplin. Das erfordert Übung und ständige Klarheit über das eigene Handeln und die dahinterliegenden Beweggründe.

Und hier setze ich an. Ich helfe dir, den Unterschied zu entdecken und für dich klarzumachen, wo und was kannst du ändern und wo und was sparst du dir die Energie lieber. Komm auf mich zu, ich freu mich auf dich.

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